Dithmarschen-Wiki

Das Dithmarschen Wiki

Dithmarschen-Wiki

eine regionale Enzyklopädie...

Das klassische "Wikipedia" hat neben der Internet-Suchmaschine „Google“ weltweit die höchste Zugriffs-Quote. Wer dort jedoch den Versuch macht, konstruktive Beiträge beizusteuern, wird oft die Erfahrung machen müssen, dass sein Beitrag aus teilweise unerfindlichen Gründen wieder gelöscht wird. Das geschieht häufig ohne wirkliche Begründung. Meist steht das Argument im Vordergrund, der Artikel hätte nicht die erforderliche „Relevanz“. Das Konzept "Wikipedia" ist natürlich global zu verstehen, allenfalls national und das ist auch gut so. Das fand jedenfalls der Dithmarscher Kulturpreisträger Jens Rusch. Regionale Strukturen bleiben somit aber im Regelfall leider unberücksichtigt. Das mag seine Berechtigung haben, soweit man diesen Aspekt nicht aus der regionalen Tellermitte selbst bewertet. Rusch suchte sich in Dithmarschen Verbündete, die wie er genau diesen Blickwinkel als Ergänzung zum bestehenden, globalen Wikipedia sehen. Der Internet-Spezialist Peter Rohde, der bereits das Kuestenforum.de betreibt, wurde sein Mitstreiter, weil auch er der Überzeugung ist, dass es irgendwann eine Unmenge von solchen regionalen Enzyklopädien geben wird. Das sieht auch die Stiftung „Bürgermut“ in Berlin so. Die gemeinnützige Stiftung sucht 1000 Ideen und Initiativen, die originell (also noch nicht bundesweit bekannt) sind, die erfolgreich arbeiten, die außerdem Menschen aus verschiedenen Bereichen (Wirtschaft, Kommune, Kirche, Privat) verbinden und von deren Ideen dazu noch andere Regionen/Kreise/Städte profitieren können. Die Stiftung trägt Erfahrungen und Wissen systematisch und flächendeckend zusammen, um diese dann vorzustellen und eine bundesweite Übertragung möglich zu machen. Dabei wird allerdings nicht allein der Erfolg dokumentiert, sondern das Konzept der jeweiligen Initiative und der Mensch, der dahinter steht als sogenannter „Mutbürger“. Voraussichtlich Ende August 2008 kommt dann eine bundesweite Publikation mit den „pfiffigsten“ Ideen heraus, die an alle „Entscheider“ auf Kreis-, Landes- und Bundesebene, wie Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Kreise und kreisfreie Städte sowie Regionalmedien, gehen wird. Darunter auch das Dithmarschen-Wiki.

Rusch und Rohde haben inzwischen in der Firma „Kalle-Bäcker“ einen Sponsor für ihr ambitioniertes Projekt gefunden. Anlässlich des 111ten Firmenjubiläums schenkt Kalle-Bäcker also den Dithmarscher Bürgern eine eigene Enzyklopädie.

Neue Themen im Dithmarschen Wiki

Dingen
Brickeln
Wahlen
Averlak
Amt Büsum-Wesselburen
Sturmflutwelt Blanker Hans
Agrarstruktur
Westerdeichstrich
Bema, Brigitte und Günther
Wesselburenerkoog

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Dithmarscher Impressionen

In der Startphase mussten Rusch und Rohde mit wenigen aktiven Mitstreitern zunächst eine Info-Basis mit lexikalischer Struktur erarbeiten. In einem vollen Monat stellten sie beispielgebende Themen zur Geschichte Dithmarschens, zu lebenden und historischen Persönlichkeiten, zu Künstlern, Museen und touristischen Institutionen in das Dithmarschen-Wiki. Kuriose Themen, wie der „Aalstaffellauf“ der Wattolümpiade, ja sogar das wattpsychologische Institut Dithmarschen finden im magazinartigen Konzept des Dithmarschen-Wikis ihren Platz. Aber auch der „Friedhof der Namenlosen“ auf der Insel Trischen , der „Weisse Ring“ und Hinweise auf die Stolperstein-Aktion, auf Gustav Frenssen und Arno Schmidt, auf Klaus Groth und Heiner Egge, Karen Duve und Sarah Kirsch machen das Dithmarschen-Wiki zunehmend zu einem ernsthaften Nachschlagewerk. Es gelang den Initiatoren, einige der besten Fotografen Dithmarschen zu begeistern, ihnen Bilder zur Verfügung zu stellen. Das ist nicht immer unkompliziert, denn die veröffentlichten Werke sind „allgemeinfrei“, stehen also jederman/frau genau wie beim Wikipedia honorarfrei zur Verfügung. Das bedeutet auch, dass die Betreiber selbst sehr genau auf Quellenangaben und Rechtshinweise achten müssen. Das macht einen erheblichen Teil ihrer Recherche aus. Peter Zornig in Wien erarbeitete genealogische Daten und Informationen zu Dithmarscher Aussiedlern, ein Themenschwerpunkt in der Start-Version des Dithmarschen-Wikis, das in wenigen Wochen bereits über achtundzwanzigtausend Zugriffe verzeichnen konnte. Um sich künftig zu entlasten, hofft Rusch auf eine aktive Mitarbeit bestehender Institutionen. Er versandte in den vergangenen Wochen weit über zweihundert Informations-Briefe an Ditmarscher Museen, Vereine, Gemeinde und Einzelpersonen mit besonderen Fachkenntnissen. In vielen Fällen wurden diese auch beantwortet. Dass der erwünschte Input zum neuen Internet-Lexikon bislang nur verhalten spürbar ist, lässt sich nachvollziehbar damit begründen, dass der Umgang mit diesem Medium noch zu ungewohnt ist. Rusch:“ man darf nicht vergessen, dass gerade engagierte Menschen im Regelfall ohnehin schon stark belastet sind, zumindest, wenn sie ihre Arbeit ehrenamtlich leisten.

Alter Baum

einsamer alter Baum auf einem Dithmarscher Getreidefeld...

Er stellt sich das Dithmarschen-Wiki wie ein grosses Dach vor, das sämtliche bestehenden Internet-Präsentationen Dithmarschens äusserst effektiv verbindet. “Das ist allein deshalb interessant, weil wir durch diese Sammelbecken-Funktion absolut sensationelle Zugriffsdaten verzeichnen können, von denen jede im Wiki vorgestellte einzelne Institution bereits jetzt profitiert.“ Im Google-Ranking avancierte das Dithmarschen-Wiki in nur wenigen Tagen von Platz 500 auf Platz 12 . Hierzu trägt erheblich ein von Peter Rohde erarbeitetes Suchmaschinenoptimierungs-Konzept bei. So wird das Wiki in kurzer Zeit auf hunderten von bereits bestehenden Partner-Seiten angekündigt. Und so ist es denn kein Wunder, dass den Autoren bereits Anfragen aus Hessen und dem Rheinland vorliegen, wo man ebenfalls regionale Lexika einführen möchte.